Donnerstag, 31. März 2011

500 Jahre Landlibell: Tirol, Südtirol und das Trentino feiern



Es wird ein länderübergreifendes Projekt. Die Kulturlandesräte aus den Euregio-Ländern Trentino, Tirol und Südtirol planen nun eine Reihe von Initiativen, die die Gemeinsamkeiten der drei Länder (dem ehemaligen Tirol) in den Mittelpunkt stellen. Die Anregung kam vom Trentiner Kulturlandesrat Franco Panizza.
Das Landlibell entstand unter Kaiser Maximilian I. Auf Initiative der Landstände. Es ging in dem offiziellen Kaiserbrief vor 500 Jahren um die dauerhafte gemeinsame Verteidigung der drei Länder, die damals der Grafschaft Tirol sowie der Hochstifte Trient und Brixen unterstanden. Diese Maßnahme hatte sicher auch Auswirkung auf das besondere Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den drei Ländern.
Die "Società di Studi Trentini di Scienze Storiche" in Zusammenarbeit mit dem "Museo Castello del Buonconsiglio" und der "Fondazione Museo Storico del Trentino" koordiniert das Projekt. Das Motto der Veranstaltungen ist wie im Gedenkjahr 2009: "Geschichte trifft Zukunft/La storia incontra il futuro".

Zu den Initiativen, die von den Trentinern vorgeschlagen wurden, gehört die Veröffentlichung einer kommentierten Edition der italienischen Version des Landlibells innerhalb der Reihen "Società di Studi Trentini di Scienze Storiche". Im Herbst wird eine Ausstellung organisiert, die über die Geschichte Alttirols erzählt. Eine didaktische Broschüre für die Schulen wird ebenfalls erscheinen.

Am 17. Juni veranstaltet in diesem Rahmen der Tiroler Schützenbund eine Tagung auf Schloss Landeck. Am 22. Juni wird eine offizielle Gedenkfeier mit großem Schützenumzug in Innsbruck stattfinden und natürlich werden noch viele kleinere Veranstaltungen von Verbänden und verschiedenen Vereinen in der Europaregion organisiert.

Montag, 21. März 2011

Proveis und das goldene OK



Jedes Jahr am 15. März zeichnet die Verbraucherzentrale eine Gemeinde mit dem goldenen OK aus. Grund dafür sind immer verbraucherfreundliche Maßnahmen, die von der Verwaltung ergriffen worden sind. Acht Mal konnte der Preis schon verliehen werden. Proveis wurde unter 98 Gemeinden ausgewählt. Gemeindetarife wie Müllentsorgung, Wasser und Irpefzuschlag wurden für eine vierköpfige Familie fast bis zur Hälfte gesenkt. Belohnt werden hier vor allem die Bemühungen, die in den letzten Jahren gemacht wurden, um diese Tarife senken zu können. Dies soll natürlich auch ein Ansporn an andere Gemeinden sein, die Tarife den Bedürfnissen der Einwohner anzupassen. An zweiter Stelle steht die Gemeinde Pfatten, Laurein, Taufers im Münstertal und St. Martin in Passeier.

Dienstag, 11. Januar 2011

Fasnachtsbräuche



Kaum ist Weihnachten vorüber, liest man in den Zeitungen schon von den Vorhaben der Fastnachtsgesellschaften. Ich bin beeindruckt! Wer einen etwas langsameren Rhythmus hat so wie ich, der kommt da fast nicht mehr mit. Es scheint für die Menschen sehr wichtig zu sein, einen genauen Zyklus im Laufe des Jahres zu verfolgen. Wir brauchen eben Struktur und die wird uns auf diese Weise gegeben. Und noch mehr Struktur brauchen wohl auch die Medien :-). Denn die müssen immer was zum Schreiben und Verkünden haben...
Wieviele Welten haben wir uns da aufgebaut! Welten, die dafür sorgen, dass andere Welten wiederum existieren können. Manchmal sind es auch Scheinwelten und manchmal ziemlich unnütze Welten.
Naja, ob die Fasnacht unnütz ist, darüber lässt sich streiten. Ihr Ursprung hatte ja mal sehr viel Sinn. Auf jeden Fall sind Perkeos Mannen in Salurn schon bereit für den Start in die Narreteien. Und auch in Imscht in Tirol geht’s schon bald los mit dem fröhlichen Feiern. Die Buabe, also die (kleinen) Buben machen sich schon bereit, betreut und gut verkleidet durch die Gassen zu ziehen. Hier herrscht – so erzählt man – totales Alkoholverbot. Und es wird bewiesen, dass man auch so sehr lustig sein kann.
Hotels z.B. in Obergurgl und andere Gastgeber im Land stellen schon die ersten Fastnachtsangebote ins Netz, nur wer schnell ist, hat anscheinend Erfolg. Mal sehen, ob das langfristig auch so bleibt!?
Auf jeden Fall steht dem Fasching nichts mehr im Wege...